Möchten Sie zur mobilen Version wechseln?

Steuer-News | Unternehmer-News

Jahresabschluss 2016: Auswirkungen der neuen Rechnungslegungsvorschriften auf Bilanz-/Erfolgskennzahlen, Bilanzrating, Prämien, Bonus, Lizenzzahlungen …

Stand: 1. Dezember 2016

Für den Jahresabschluss 2016 gelten erstmals die neuen gesetzlichen Rechnungslegungsbestimmungen. Dadurch können sich auch bei unveränderter Geschäftstätigkeit Auswirkungen auf neu definierte Umsatzerlöse, die Bilanzsumme oder auch die Eigenkapitalquote ergeben. Das Bilanzrating durch Banken, aber auch Prämien, Bonus- und Lizenzzahlungen knüpfen an diesen Bilanz- und Erfolgskennzahlen an. Wichtig ist daher, allfällige Auswirkungen frühzeitig zu erkennen und zu bedenken.

Die neuen Rechnungslegungsvorschriften, die erstmals verpflichtend auf den Jahresabschluss für 2016 anzuwenden sind, bringen eine Reihe von Änderungen mit sich. So sind der Wegfall des außerordentlichen Ergebnisses (außerordentliche Erträge und Aufwendungen) sowie eine nunmehr erweiterte Definition der Umsatzerlöse zu bedenken. Dadurch können die Umsatzerlöse, beispielsweise durch eine allenfalls verpflichtende Umgliederung aus den bisherigen sonstigen Erträgen, steigen. Die unversteuerten Rücklagen werden nicht mehr als solche ausgewiesen, sondern hinsichtlich darin schlummernder latenter Ertragsteuern künftig unter den Rückstellungen und hinsichtlich Eigenkapitalbestandteile im Eigenkapital. Für das Anlage- und Umlaufvermögen gelten neue Vorschriften (Wertaufholungsgebot), ebenso gelten neue Vorschriften für Rückstellungen, Verbindlichkeiten und latente Steuern. Zu beachten ist auch, dass das bisher vertraute Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) künftig als Ergebnis vor Steuern bezeichnet wird. Einen Überblick dazu finden Sie in der LBG Praxis-Information für Unternehmer & Führungskräfte „Jahresabschluss 2016 – erstmals unter verpflichtender Berücksichtigung der neuen Rechnungslegungsvorschriften“.

Die verpflichtende Anwendung der neuen gesetzlichen Ansatz- und Bewertungsvorschriften führt zu einer Abänderung von Bilanz- und Erfolgskennzahlen und kann auch zu Auswirkungen im Bilanzrating durch Banken führen. Eine vernünftige Dokumentation und Darstellung gegenüber der Bank kann im Einzelfall sinnvoll sein.

Praxishinweis: Insoweit Tantiemeregelungen, Management-Incentives, Lizenzvereinbarungen, Franchise-Gebühren, Kreditverträge oder sonstige Vereinbarungen an Bilanz- und Erfolgskennzahlen anknüpfen, empfehlen wir die Kontaktaufnahme mit den jeweiligen Vertragspartnern, um Einverständnis über allfällig neue Begrifflichkeiten und Bemessungsgrundlagen herzustellen oder neue Vereinbarungen zu treffen.

Kontakt: Bitte wenden Sie sich an Ihren persönlichen Betreuer bei LBG oder bei Erstkontakt auch an - wir stellen gerne für Sie den persönlichen Kontakt zu dem mit Ihren Anliegen vertrauten Berater bei LBG her. 


LBG Austria | Summary
: The new statutory accounting regulations in Austria apply for the year 2016 for the first time. This can have an impact on newly defined sales revenues, the balance sheet total or even the equity ratio, even if business remains unchanged. The balance sheet rating by banks as well as bonuses or license payments are often linked to these balance sheet and performance ratios. It is therefore important to recognize and consider possible effects at an early stage.

Contact: Please contact us at . 500 experienced LBG employees are at your disposal at 30 locations throughout Austria.